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Häsbeschreibung: Weißes Leinenhemd, Gelbes Cape mit Glöckchen, Blauer Trachtenrock mit weißem Unterrock darunter natürlich die weisse Hexenunterhose mit weisser spitze. Links tragen wir rot-weiss gestreifte Stulpen und rechts blau-weiss gestreifte Stulpen. Als Schürze ein rot weiss gestreiftes Geschirrhandtuch das an einem weißem Gürtel mit grünem Konfettibeutel, einem Handwedel und schwarzem Lederbeutel ist.   

Maske: Aus Holz geschnitzte Maske mit Rotbraunem Gesicht, rechtes Auge zu bis halboffen und linkes Auge normal, Roter Trachtenstoff als Kopftuch mit einem Glöckchen an der Spitze. Das Kopftuch wird mit einem Holzklötzchen zusammengehalten und darunter befinden sich zwei geflochtene Zöpfe.   

 

Unsere Geschichte:

Im Jahre 1668 gab es im süddeutschen Raum, sowie in der freien Reichsstadt Ulm eine große Hungersnot. Somit waren die Armen und nicht Wohlhabenden gezwungen, für sich und ihre Familien den Unterhalt sowie das Essen zu erbetteln. Diese Männer, Frauen und Kinder wurden von den Wohlhabenden als Hexen beschimpft und eine Bettlerin namens Salome Wagner, Tochter des Wagners, Jacob Wagner aus Schorndorf*1 wurde in Ulm wegen aller ungebührenden Reden und unerlaubter Bettelei als Hexe angeklagt und verurteilt. Sie habe zum Beispiel folgende Geschichte erzählt: In Ulmer Haushalten haben Männer und Frauen, je 18 an der Zahl, beim Tanzen und Schmausen beobachtet; alle hätten Hörner auf dem Kopf getragen. Später seien sie gemeinsam zum Galgenberg hinaus spaziert, nachdem der Teufel höchstpersönlich das Stadttor geöffnet habe. Durch Wetterzauberei, erzählt das Kind, hätten die Hexen die Reben erfrieren lassen, und aus ihren Schürzen habe die Schlosserin Milch gesaugt, einen ganzen Kübel voll. Junge Hexenleut, Mädchen und Jungen seien auf den Ulmer Kirchhof gegangen, und hätten dort einen Totenkopf geraubt. Der Teufel habe unterdessen vier Gräber in den Weinbergen zugerichtet; dorthin hätten sie den Totenschädel gebracht - und bald darauf seien vier Menschen gestorben, an jedem Tag einer. Aufgrund dieser geschichtlichen Überlieferung, wurde am 09. Januar 1989 die Narrenzunft Ulmer Bettlhexa mit anfangs 7 Mitgliedern gegründet. Die Häs und die Häsutensilien wurden, wie auch in damaliger Zeit, durch Betteln bei verschiedenen Firmen in Ulm und Umgebung zusammengetragen.

Am 19. November 1992 wurde die Narrenzunft ins Vereinsregister der Stadt Ulm eingetragen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 36 Mitglieder, und führt den Namen: “Narrenzunft Ulmer Bettlhexa e. V.”.

Der Narrenruf lautet: Bettl-Hexa (3x)  

*1 Quelle: Hartwig Weber “Hexenprozesse im alten Württemberg”  

 

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